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Linz, 06. Oktober 2017

GÖD-Vorsitzender Norbert Schnedl ruft zur Sozialpartnerschaft auf und verteidigt die Pflichtmitgliedschaften zu den Kammern


Ein Statement des GÖD-Vorsitzenden Norbert Schnedl zur Sozialpartnerschaft als Video (u.a. auf Facebook), wurde online gestellt, mit der die Wichtigkeit der Einhaltung sozialpartnerschaftlicher Gepflogenheiten betont und auch für die Zukunft eingefordert wird.

Transkription:

Der Nationalratswahlkampf befindet sich in seiner Intensivphase. Bedauerlicherweise wurden Methoden angewendet, die einer entwickelten Demokratie nicht würdig sind. Statt über Sachinhalte den Wahlkampf, zu führen wurde teilweise versucht, mittels Dirty Campaigning den politischen Gegner schlecht zu machen und damit die Wählerinnen und Wähler zu täuschen. Das ist zutiefst undemokratisch, verantwortungslos und abzulehnen!

Sozialpartnerschaft ist ein wichtiges Wahlkampfthema. Dazu halte ich fest: Die Sozialpartnerschaft ist ein Erfolgskonzept der Zweiten Republik. Konflikte werden nicht im Wege der bedingungslosen Konfrontation, sondern am Verhandlungstisch ausgetragen. Da findet ein professioneller, faktenbasierter Interessensausgleich statt. Diese Vorgangsweise hat Österreich zu einem der reichsten Länder der Welt gemacht. Es ist schon interessant, dass wir in ganz Europa um diese bestens funktionierende Sozialpartnerschaft beneidet werden, aber im Inland oftmals Kritik daran geübt wird.

Sozialpartnerschaftliche Mitsprache erstreckt sich nicht nur auf Kollektivvertrags- bzw. Gehaltsverhandlungen. Die Organisation und Regelungen der sozialen Sicherungssysteme gehören ebenso dazu wie Verteilungsfragen in allen Lebensbereichen. Mit diesem institutionalisierten Interessensausgleich wird auch der soziale Friede in Österreich sichergestellt.

Wer die Pflichtmitgliedschaft der Kammern in Frage stellt, hat die Schwächung der Sozialpartnerschaft zum Ziel. Das lehnen wir entschieden ab! Wir fordern daher von jeder Regierung, egal wie sie zusammengesetzt ist, die Einhaltung sozialpartnerschaftlicher Gepflogenheiten.

Abschließend die Bitte: Gehen Sie wählen, es geht um viel, es geht um die Zukunft Österreichs, und es geht auch um Ihre Interessen!

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